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Carl-Humann-Gymnasium

Nachrichten

Carl Humann und „Das große Spiel“
16.02.2010 18:19


VON: S. UHLMANN


Kategorie: News

Das neue Ruhr Museum auf Zollverein zeigt gegenwärtig seine erste große Sonderausstellung im Kulturhauptstadtjahr 2010 mit dem Titel „Das große Spiel – Archäologie und Politik“.



Schulleiterin Mause vor dem Portrait Carl Humanns

Wer ist nicht schon dem Zauber alter Reiseberichte oder früher Expeditionsfilme verfallen, mit ihren Erzählungen von Abenteurern, die in Sandwüsten, Steppen oder im Dschungel auf verborgene Skulpturen und verdeckte Säulenreste gestoßen sind und sie unter zum Teil lebensbedrohlichen Umständen ausgegraben haben? Doch wer waren die Pioniere, die archäologische Stätten kartierten, dokumentierten und die ersten großen Ausgrabungen durchführten? Was waren die Motive für die intensive Auseinandersetzung mit antiken Hinterlassenschaften und wer finanzierte diese Unternehmungen? Diese Fragen haben vor dem Hintergrund der immer wieder geführten Diskussionen um Rückgabeforderungen von archäologischen Objekten eine starke Aktualität.
Eine solche Ausstellung zur Archäologie – zumal in Essen – kommt um den Steeler Carl Humann, dem Namenspatron unserer Schule, nicht herum. Mit der Auffindung des Pergamonaltars durch den Essener Ingenieur gelang den Deutschen die erste prestigeträchtige Erwerbung eines antiken Monuments für die Berliner Museen. Carl Humann ließ sich aus gesundheitlichen Gründen in Istanbul nieder und auf einer Erkundungsreise für den Straßenbau entdeckte er 1864 den Burgberg von Pergamon mit seinem weltberühmten Altar aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und bewahrte ihn vor der Zerstörung.
Die Ausstellung präsentiert über 800 hochkarätige Objekte aus großen, international renommierten Museen, die zum Teil noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Auf der Liste der Leihgeber findet sich neben dem Pariser Louvre oder dem British Museum in London auch das Carl-Humann-Gymnasium. Die Ausstellungsmacher entdeckten bei uns ein Ölgemälde mit dem Porträt Carl Humanns gemalt von Osman Hamdi Bey, dem Antikendirektor des Osmanischen Reichs. Es handelt sich hierbei um eine im Jahr 1938 angefertigte Kopie. Das Original von 1894 wurde im 2. Weltkrieg in Berlin zerstört.
Frau Mause als Schulleiterin und ihr neuer Stellvertreter, Herr Uhlmann, waren zur feierlichen Ausstellungseröffnung eingeladen und nutzten die Gelegenheit für einen ersten Rundgang. Sie können den Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium einen Besuch der Ausstellung sehr empfehlen.
Wenn am 13. Juni 2010 die Ausstellung endet, kehrt das Gemälde auf seinen angestammten Platz im Büro der Schulleiterin zurück.








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