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4.9.2010 : 18:31 : +0200

Carl-Humann-Gymnasium

Das CHG von A-Z

A wie Anmeldung und Aufnahme

Die Anmeldung zum Gymnasium findet für die Viertklässler der Grundschule jeweils im Februar/März nur noch an einem Samstag statt. Am Carl-Humann-Gymnasium führen wir die Anmeldung im Hauptgebäude am Laurentiusweg 20 durch.

Anmeldung 2010: Samstag, 20. Februar 2010, im Hauptgebäude, Laurentiusweg 20


Als Anmeldungsunterlagen benötigt die Schule:

  1. Den Antragsvordruck zur Anmeldung mit den persönlichen Daten und Angaben zum Bildungsgang auf der Rückseite, die bereits von der Grundschule ausgefüllt wurden.
  2. Eine Rückantwort an die Grundschule, dass das Kind am Carl-Humann-Gymnasium angemeldet wurde. (Die Formulare 1 und 2 haben die Eltern zuvor von der Grundschule erhalten.)
  3. Das Zeugnis vom Januar 2010 (Die Vorderseite enthält die Leistungsergebnisse des ersten Halbjahres der 4. Klasse und die Rückseite das Gutachten mit der Schulformeignung).
  4. Das Familienstammbuch. Hier nehmen die aufnehmenden Lehrerinnen und Lehrer Einblick, damit die persönlichen Daten korrekt übernommen werden.

Die Aufnahme im Gymnasium ist gesichert, wenn das Grundschulgutachten die Eignung für die Schulformen Gymnasium und Gesamtschule ausweist. Im Falle der Eignungsentscheidung auf Realschule oder Hauptschule entscheidet die Schulleitung nach einem Beratungsgespräch über die Aufnahme. Dieses Gespräch sollte vor dem Anmeldetermin stattfinden.
Das Carl-Humann-Gymnasium kann 120 Kinder aufnehmen. Sollten mehr Kinder angemeldet werden, sind Entscheidungskriterien: das Grundschulgutachten, die Länge des Schulwegs und eine gleichmäßige Verteilung von Jungen und Mädchen. Geschwisterkinder haben einen Bonus.

Auszug aus den Schulgesetz

§ 11(4) Grundschule
(4) Die Grundschule erstellt mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 auf der Grundlage des Leistungsstands, der Lernentwicklung und der Fähigkeiten der Schülerin oder des Schülers eine zu begründende Empfehlung für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung geeignet erscheint .Ist ein Kind nach Auffassung der Grundschule für eine weitere Schulform mit Einschränkungen geeignet, wird auch diese mit dem genannten Zusatz benannt.
Die Eltern entscheiden nach Beratung durch die Grundschule über den weiteren Bildungsgang ihres Kindes in der Sekundarstufe I, soweit nicht nach einer pädagogischen Prognose zu diesem Zeitpunkt dessen Eignung für die gewählte Schulform offensichtlich ausgeschlossen ist... Die abschließende Entscheidung über eine offensichtliche Nichteignung trifft das Schulamt auf der Grundlage eines Prognoseunterrichts.


B wie Beratung

Angesichts der Vielfalt der Angebote stellt sich das Schulsystem den Eltern zunächst als ein kaum zu durchschauendes Gebilde dar. Deshalb stellt die Beratung heute einen ganz wichtigen Schwerpunkt in der Bildungsarbeit der Schulen dar. Beratungstätigkeit ist am Carl-Humann-Gymnasium grundsätzlich ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer Das Beratungskonzept des Carl-Humann-Gymnasiums hat folgende Schwerpunkte:

  1. Beratung zur Wahl der weiterführenden Schulform: Es beginnt mit der Beratung über die Wahl der weiterführenden Schulform in der Grundschule und an den aufnehmenden Schulformen. Ganz wichtig zum Kennenlernen des Carl-Humann-Gymnasium die Tage der "Offenen Tür", ein Informationsabend und der Beratungstag.

    Tag der offenen Tür: Samstag, 28. November 2009, 10:00 Uhr in der Dependance
    Informationsabend: Montag, 11. Januar 2010, 19:00 Uhr im Medienraum, Hauptgebäude
    Tag der Beratung: Samstag, 30. Januar 2010, 10:00 Uhr in der Dependance
  2. Schullaufbahnberatung: Während der Erprobungsstufe - die Klassen 5 und 6 - ist es besonders wichtig, dass die Eltern regelmäßig Kontakt zur Schule halten, um die Lernentwicklung der Kinder erfolgversprechend zu begleiten. Klassen- und Fachlehrer/innen haben jede Woche eine Sprechstunde. Zweimal im Jahr - im November und im Mai - finden nachmittags Elternsprechzeiten statt, bei denen alle Lehrerinnen und Lehrer in der Schule zum Beratungsgespräch zur Verfügung stehen. Die Schullaufbahnberatung unterstützt Eltern und Schüler in der Sicherung der gesamten Schullaufbahn, sie berät über das Wahlsystem bei der Wahl der Fremdsprachen, in der differenzierten Mittelstufe und in der reformierten Oberstufe. Sie berät über Hilfestellungen bei Lernstörungen und Lerndefiziten und gibt Anregungen zur Begabtenförderung.
  3. Beratung in Erziehungsfragen: Bei Auffälligkeiten in der Lernentwicklung und nach Erprobungsstufenkonferenzen lädt die Schule zu Beratungsgesprächen ein. Bei Disziplinproblemen nehmen die Klassenlehrer/innen oder der Leiter der Dependance sofort Kontakt mit den Eltern auf, um gemeinsam über pädagogische Maßnahmen zu beraten. Bei Verhaltensauffälligkeiten arbeiten die Schule und Elternhaus gemeinsam mit dem schulpsychologische Dienst der Stadt Essen, um Abhilfe zu schaffen. Weitere Themenbereiche sind die Alkohol-, Drogen- und Nikotin-Prophylaxe und Verfahren zur Streitschlichtung. Und auch Angebote um gegenseitige Hilfestellung zu fördern wie eine Erste-Hilfe-Ausbildung.

Siehe auch: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.learn-line.nrw.de/angebote/schulberatung/

C wie Carl-Humann

Nach Carl Humann ist unser Gymnasium seit 1935 benannt. Die "Brockhaus-Enzyklopädie" stellt unseren Schulpatron folgendermaßen vor: Humann, Carl, Archäologie, geb. am 4. Januar 1839 zu Steele, gest. am 12. 4. 1896 in Smyrna (heute Izmir), eigentlich Ingenieur; entdeckte den Pergamonaltar und leitete in Pergamon (Kleinasien) die ersten Ausgrabungen im Auftrag der Berliner Museen. Kurz nach der Namensgebung wurde die Inschrift "Karl-Humann-Gymnasium" über dem Portal angebracht, wobei nach dem Geschmack der damaligen Machthaber der Nazi-Zeit das lateinische "C" aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens "Carl" durch das deutsche "K" ersetzt wurde. Unsere Schule selbst ist viel älter: Um 1700 wurde sie als Lateinschule im Stift Steele gegründet, wurde mit der Industrialisierung nach 1848 ein Progymnasium für die Klassen 5 - 9, der damals noch selbständigen Gemeinde Steele. 1904 wurde sie Vollgymnasium: Acht Abiturienten bestanden im gleichen Jahr zum ersten Mal das Abitur am Steeler Gymnasium.

Ausführliche Biographie unter: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Humann

E wie Erprobungsstufe

Die ersten beiden Schuljahre am Gymnasium, also die Klassen 5 und 6, werden als pädagogische Einheit Erprobungsstufe genannt. Am Ende der Klasse 5 gehen die Kinder ohne Versetzungsentscheidung in die Klasse 6 über. In diesen beiden Jahren soll erprobt und diagnostiziert werden, ob das Kind die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzt, um die Anforderungen an der Schulform Gymnasium sinnvoll zu erfüllen. Die Beobachtung der Leistungsentwicklung der Kinder findet in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und der abgebenden Grundschule statt. Viermal im Jahr - in den Erprobungsstufenkonferenzen - konferiert das Lehrerkollegium ausführlich über die schulische Entwicklung des Kindes. An zwei Konferenzen - im November und Mai - nehmen auch die früheren Grundschullehrer/innen der Kinder teil. Hier wird einmal über den Leistungsstand der Klasse und über die schulische Entwicklung jedes Kindes beraten. Es werden dort wo es notwendig ist, Lernhilfen besprochen. Über die Ergebnisse der Erprobungsstufenkonferenz werden die Eltern benachrichtig und sie werden bei Bedarf zum Beratungsgespräch gebeten. Am Ende der 6. Klasse entscheidet die Konferenz der Lehrerinnen und Lehrer, die in der Klasse unterrichten, über die weitere Schullaufbahn der Kinder. Bei einer Entscheidung zur Real- oder zur Hauptschule vermittelt das Gymnasium den Übergang.

Auszug aus dem Schulgesetz:

§ 13 Erprobungsstufe
(1) In der Hauptschule, der Realschule und im Gymnasium werden jeweils die Klassen 5 und 6 als Erprobungsstufe geführt.
(2) Die Erprobungsstufe dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte Schulform sicherer zu machen.
(3) Am Ende der Erprobungsstufe entscheidet die Klassenkonferenz, ob die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang in der gewählten Schulform fortsetzen kann. Nach jedem Schulhalbjahr in der Erprobungsstufe befindet sie außerdem darüber, ob sie den Eltern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler der Hauptschule einen Wechsel ihres Kindes zur Realschule oder zum Gymnasium und den Eltern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler der Realschule einen Wechsel ihres Kindes zum Gymnasium empfiehlt.

 

G wie Gymnasium

Das Gymnasium ist die die Schulform, die nach der Schulzweitverkürzung in acht Schuljahren direkt auf die allgemeine Hochschulreife (Abitur) vorbereitet. Das Abitur ist heute Voraussetzung zur Aufnahme eines Studiums und es wird immer mehr beim Einstieg in qualifizierte Berufe vorausgesetzt. In seinen Unterrichtsschwerpunkten - sprachlicher, mathematisch-naturwissenschaftlicher, musischer, gesellschaftswissenschaftlicher Bereich - zielen die gymnasialen Richtlinien auf solides, geordnetes und vertieftes Sachwissen ab. Der Unterricht im Gymnasium soll selbständiges, logisches Denken fördern, indem Sachverhalte hinterfragt, Zusammenhänge erkannt werden und Abstraktionsfähigkeit entwickelt wird. Der Unterricht vor allem in der gymnasialen Oberstufe ist wissenschaftsorientiert zur Vorbereitung auf das Studium und eine Berufsausbildung mit hohem Theorieanteil. Dieses Ziel soll im Fachunterricht, in Projekten und in einer Facharbeit in der Oberstufe erreicht sowie in der Abiturprüfung (drei schriftliche Prüfungsfächer und ein mündliches Prüfungsfach) unter Beweis gestellt werden. An unserer Schule werden mit dem Ziel der Abiturqualifikation folgende Fächer unterrichtet.

Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld:
Deutsch; Englisch, Latein, Französisch Spanisch; Kunst, Musik;

Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld:
Geschichte, Erdkunde, Politik (Sekundarstufe I); und ausschließlich in der Oberstufe:
Philosophie, Pädagogik, Sozialwissenschaften;

Mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld:
Mathematik, Biologie, Chemie, Informatik , Physik;

Dazu ohne Bindung an ein Aufgabenfeld:
Religionslehre und Sport

F wie die Fremdsprachen

Folgende Fremdsprachen stehen auf dem Programm des Carl-Humann-Gymnasiums:

 

Englisch

ab Klasse 5

Französisch

ab Klasse 6 oder 8 (seit dem Schuljahr 2006/07

Lateinisch

ab Klasse 6 oder 8 (seit dem Schuljahr 2006/07

Spanisch

ab Klasse 10 nach der Schulzeitverkürzung 2010/11

In der 5. Klasse wird der Englisch-Unterricht aus der Grundschule fortgeführt. Im ersten Halbjahr sollen die unterschiedlichen Voraussetzungen angeglichen werden und zusätzlich zum mündlichen Sprachgebrauch, wie der in der Grundschule gepflegt wurde.
Am Ende der Klasse 5 findet eine Beratung zur Wahl der zweiten Fremdsprache (Latein oder Französisch) statt. Der Latein-Unterricht führt seit der Schulzeitverkürzung in den Schuljahren 6 bis 10 zum Latinum - bei mindestens ausreichenden Leistungen am Ende der Jahrgangsstufe 10.
Der Französisch-Unterricht ist wie der Latein-Unterricht verpflichtend für die Jahrgangsstufen 6 bis 9. Für Französisch bietet das Carl-Humann-Gymnasium den Erwerb des französischen Sprachzertifikats DELF / DALF an, das sichere Sprachkenntnisse für Beruf und Studium in Frankreich testiert. Die Diplome finden weltweit Anerkennung und gelten als Nachweis grundlegender Französischkenntnisse.
Zu Beginn der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler ihre Schulausbildung für ein Jahr in England und in den Vereinigten Staaten fortsetzen. Diese Unterrichtszeiten werden i. d. R. anerkannt. Zugleich bietet das Carl-Humann-Gymnasium in Zusammenarbeit mit zwei anderen Gymnasien am Ende der Jahrgangsstufe 11 einen mehrwöchigen Austausch nach Australien an.
Ein mehrwöchiger Austausch mit Frankreich - zu unserer Partnerschule in Grenoble - findet jährlich für Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufen 9 - 11 statt. In der Oberstufe können die Schüler ihre Sprachfortschritte in Wochenend-Exkursionen nach Paris erproben.
Und nicht zuletzt: Spanisch beginnt erst in der Jahrgangsstufe 11. Aber die Lernfortschritte sind hier nicht zuletzt deshalb große, weil die Schülerinnen und Schüler auf ihre Kenntnisse in den anderen romanischen Sprachen (Latein/Französisch) aufbauen können. Unsere Schüler werden im Unterricht auf das spanische Sprachenzertifikat "Diplomas de Español como Lengua Extranjera (DELE)". Die Diplome können in drei Schwierigkeitsstufen erworben werden und testieren sicheren Sprachgebrauch. Sie finden weltweit Anerkennung und gelten als Nachweis grundlegender Spanisch-Kenntnisse.
Unser Unterricht in den modernen Fremdsprachen vermittelt modernen Sprachgebrauch. Zur Unterstützung werden Computer-Programme eingesetzt, englischsprachige Filme und der Kontakt über das Internet gehören zum Sprachenlern-Programm.

Zur vertieften Information:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDELF / DALF auf den Seiten den Schulministeriums
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterInformationen zum Unterrichtsangebot in Französich auf den Seiten des Schulministerium
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterFranzösich schlägt Brücken ...  (Flyer, pdf-Datei)

 

H wie Hochbegabt

Ein in den letzten Jahren arg strapazierter Begriff! Nachdem das Bildungswesen über zwei Jahrzehnte Begabung eher als Folge der sozialen Verhältnisse definierte und sich um das "Begaben" benachteiligter Schichten bemühte, erregte das hochbegabte Kind, das in der Schule unterfordert wurde und deshalb verhaltensauffällig wurde, öffentliche Aufmerksamkeit. Viele Eltern vermuteten nun hinter Verhaltensauffälligkeit von Kindern versteckte Hochbegabung. Und schnell wurden Modelle zur Förderung Hochbegabter entwickelt: Überspringen von Jahrgangsstufen; individuelle Zusatzangebote; Bildung von Hochbegabtenklassen. Dabei sollte bedacht werden, dass besondere Begabungsausprägungen individuell sehr verschieden sind und damit die Schablone eines Systems sprengen. Das hochbegabte Kind muss aber - um nicht zu vereinsamen - lernen, soziale Kontakte mit Kindern, die nicht so schnell lernen, zu entwickeln. Deshalb gliedern wir besonders begabte Kinder in den Klassenverband ein, bemühen uns in Zusammenarbeit mit den Eltern und außerschulischen Organisationen um besondere Förderung. Dieser Grundsatz gilt in besonderer Weise für die Klassen 5 und 6. Wir bereiten das Überspringen eines Jahrgangs am Ende Mittelstufe vor, um einen inhaltlich abgerundeten Abschluss in der Sekundarstufe I zu sichern.

Siehe dazu auch: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.bildungsportal.nrw.de/BP/Servicethemen/Hochbegabung/index.html

I wie Informatik und Computer-Einsatz im Unterricht

Zwei Computerräume mit 30 leistungsstarken Rechnern sowie Computer in den Biologie- Chemie- und Physikräumen sorgen dafür, dass moderne Informationstechniken den Unterricht bereichern und modernisieren.
Der Informatik-Unterricht selbst umfasst die Jahrgangsstufen 9 und 10 (Wahlbereich) und findet einen ersten Abschluss am Ende der 10. Klasse mit der Vergabe der Fachoberschulreife. In der gymnasialen Oberstufe gehört die Informatik zu dem Kreis der naturwissenschaftlichen Fächer, die vom Schüler gewählt werden und Fach der Abiturprüfung werden können.
Doch nicht nur im Informatik-Unterricht steht der Computer im Mittelpunkt; sein Einsatz in allen Fächern nimmt deutlich zu.
Er wird zum Üben und zur Lernüberprüfung in den Fremdsprachen eingesetzt und von den Schülern zu Hause genutzt. In der Mathematik und in den Naturwissenschaften werden Rechenprozesse, Veranschaulichungen und Projekte am Rechner durchgeführt.
Das Internet bietet die größte Bibliothek und Informationsquelle, die man sich denken kann: Berichte, Reportagen und Kommentare in- und ausländischer Zeitungen können abgerufen und im Unterricht behandelt werden. Von archäologischen Funden bis hin zur Regierungserklärung des Kanzlers können Ereignisse, Bilder, Filme, Reden und Dokumente über das Internet direkt für den Unterricht zur Verfügung gestellt werden. Der Unterricht wird informativer und aktueller; er greift die Ereignisse von heute auf und setzt damit für den Fremdsprachen-, den Deutsch-Unterricht und ganz besonders für den Unterricht in den Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaften, Pädagogik und auch für Philosophie und Geschichte) neue Dimensionen.
Auch für die jüngeren Schüler wollen wir Einführungskurse in Text- und Grafikprogramme durchführen. Für die Oberstufe ist es heute selbstverständlich, dass die Facharbeit mit ihren Texten, Illustrationen, Grafiken oder Tabellen am Computer angefertigt wird.

J wie Dependance an der Jacob-Weber-Straße

Der gymnasiale Bildungsweg beginnt an der Jacob-Weber-Schule in einem übersichtlichen Schulgelände, wie es von der Grundschule her bekannt ist. Hier fühlen sich die Kinder schnell zu Hause und können in dieser Umgebung umso leichter auf ihre neuen Aufgaben im Fachunterricht des Gymnasiums vorbereitet werden. Ein Team aus jungen und erfahrenen Fach- und Klassenlehrer/innn ergänzen die elterliche Erziehung und gestalten das Gemeinschaftsleben. Die Kinder werden von ihren Lehrerinnen und Lehrern ernst genommen und sie erlernen nicht nur neue Unterrichtsinhalte, sondern sie lernen gemeinsam zu arbeiten, zuzuhören und in der Gemeinschaft selbstständig tätig zu werden.
Die Klassenlehrer-Stunde pro Woche soll den Klassen ermöglichen, ins Gespräch zu kommen, Pläne zu schmieden und bei Auseinandersetzungen Lösungen zu finden. Zusatzstunden, wie sie in der Vergangenheit immer möglich waren, sollen im Deutschen, in der Mathematik und im Englischen Möglichkeiten geben, eigenständig Themen zu vertiefen oder auch ganz einfach Wissenslücken in der Klassengemeinschaft aufzuarbeiten. Dazu kommt ein gezielt wirkender Förderunterricht und das Angebot zur Hausaufgabenbetreuung
Neben den „kopflastigen Lernfächern“ sollen Gestaltungsfreude und körperliche Entfaltungsfreude gefördert werden. Deshalb wird die Schule dem Sport sowie Kunst und Musik im Stundenplan besondere Aufmerksamkeit schenken. Dafür sind vorgesehen vier Stunden Sport und vier Stunden für Musik und Kunst pro Woche.

K wie Klassenlehrer/in und Klassenfahrten

Im Fachlehrer-Unterricht am Gymnasium ist die Klassenlehrerin und der Klassenlehrer die wichtigste Vertrauensperson für unsere Neuanfänger. Die Klassenlehrer/innen nehmen als erste kurz nach der Anmeldung Kontakt zu den neu angemeldeten Kindern auf. Sie heißen sie willkommen und bereiten den ersten Schultag vor: Gottesdienst in der Friedenskirche und der Laurentiuskirche, Begrüßung in der Schule an der Jacob-Weber-Straße, Austeilen der neuen Schulbücher. Die Klassenlehrer begleiten die Kinder im Unterrichtsalltag mit Pausengesprächen und unermüdlichem Antworten auf die vielen Fragen zu Beginn der Schulzeit. Sie schlichten Streitigkeiten und versöhnen Streithähne. Sie halten Kontakt zum Elternhaus und zur Grundschule und wissen so am besten Bescheid über jeden einzelnen ihrer Schüler. Um das Vertrauensverhältnis zu festigen und um für seine "Kinder" so oft wie möglich präsent zu sein, soll der Klassenlehrer seine Klasse nicht nur in einem Fach unterrichten.

Zur Ergänzung des Unterrichts und zur Pflege der Gemeinschaftsbildung finden am Carl-Humann-Gymnasium regelmäßig Klassenfahrten (Studienfahrten) statt. Zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 wollen wir eine Woche in einer Jugendherberge verbringen: Die Möhnetalsperre oder die Eifel sind hier die Ziele. In der 9. Klasse findet für alle die Skifahrt ins Ahrntal in Südtirol statt. In der Oberstufe findet eine einwöchige Studienfahrt - in der Regel nach Rom - statt. Dazu kommt ein alljährlicher Austausch mit unserer Patenschule im französischen Grenoble für die Klassen 9 - 11. In Tagesausflügen stehen häufig Besichtigungen auf dem Programm. Für die Unterstufe stehen Veranstaltungen in der Natur oder zur sportlichen Betätigung im Vordergrund.

L wie Lernen und Leistungsbereitschaft

Der Begriff "Lernen des Lernen" ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, wobei Eltern oftmals hohe Erwartungen tätigen; als sei hier der "Nürnberger Trichter" gefunden worden, mit dem alle schulische Arbeit erfolgreich zu organisieren sei.

So einfach geht es nicht: Der Erfolg des Lernens hängt ab von

  • der Bereitschaft etwas lernen zu wollen,
  • der Erkenntnis, wozu ich das Gelernte benötige, welchen Wert es hat
  • der Fähigkeit, optimale Lernformen und Arbeitsweisen zu entwickeln, um das Gelernte für neue Aufgaben verfügbar zu haben.

Die zuletzt genannten Lernstrategien wirken nur dann, wenn die vorher genannten Voraussetzungen wirken. Der Lernende, hier unser Schüler, muss vom Sinn und vom Ziel seiner Arbeit überzeugt sein, sonst wirken die unter "T"; im vorliegenden "ABC" genannten Techniken wenig. Leistungsbereitschaft und Fleiß entwickeln sich erst dann, wenn der Schüler vom Sinn seines Tuns überzeugt ist und erkannt hat, dass er nur mit persönlichem Einsatz (Anstrengung und Übung) sein Ziel erreicht. Hier haben die Hausaufgaben ihre große Bedeutung: Vor allem in der Erprobungsstufe soll der Schüler hier festigen, was im Unterricht behandelt wurde, er soll die Stoffe üben und damit für sich sichern. Voraussetzung für sinnvolle Hausarbeit ist aber ein lernzielorientierter Unterricht:

  • In der Eingangsphase einer Stunde wird das Interesse des Schülers für das Thema geweckt und zugleich muss bewusst gemacht werden, welche Bedeutung der Lernstoff hat.
  • Zum Arbeitsteil der Stunde gehört die Bearbeitung des Themas: verstehen, anwenden und üben.
  • um dargestellten "einsichtigen Lernen&" gehört die Orientierung über den Stand des Lernens: Wie weit ist die Lerngruppe vorangeschritten, was ist gesichert, wo ergeben sich Lücken?

Diese Fragen müssen geklärt sein, bevor weitergearbeitet wird, sonst ergeben sich chaotische Verhältnisse: Mittel zur Lernstandüberprüfung sind das Prüfungsgespräch, der schriftliche Test und die regelmäßigen Klassenarbeiten in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik. Das Erreichen der Lernstandards wird in den Lernstandserhebungen der Jahrgangsstufe 8 und den landeszentralen Prüfungsarbeiten am Ende der 10. Klasse und beim Zentralabitur überprüft. Inhalte und Anforderungsniveau müssen aus dem Unterricht hervorgehen.

 

Q wie Qualitätssicherung und Förderung

Wir arbeiten an der Gestaltung von effektiven Fördermaßnahmen, die die Schullaufbahn unserer Schülerinnen und Schüler sichern, das Sitzenbleiben möglichst verhindern und individuelle Begabungen zur Entfaltung bringen. Der Erfolg der pädagogischen Maßnahmen hängt ab:

  • von einem Schulklima, das Motivation weckt und festigt
  • von einem interessanten Unterricht, der die individuellen Lernvoraussetzungen und das individuelle Arbeiten der Kinder berücksichtigt, methodisch zielgerichtetes und selbstständiges Arbeiten fördert,
  • von Lehrerpersönlichkeiten, die den Unterricht verständlich, mit Geduld und zugleich klarer Zielorientierung gestalten und die die Arbeit der Kinder auch zu loben wissen.

Die Umsetzung in der Erprobungsstufe an der Jacob-Weber-Straße: eine Schule im Grünen

Das eigene Schulgebäude an der Jacob-Weber-Straße - unsere Dependance - bietet den Schülerinnen und Schülern in der Erprobungsstufe (Klassen 5 - 6) viele Vorteile und trägt zu einem behutsamen Übergang von Grundschule zum Gymnasium bei: eine Schule im Grünen in einem überschaubaren Umfeld, helle freundliche Klassen- und Fachräume. Die Kinder gestalten die Klassenräume selbst, sie vereinbaren Grundsätze für ein konfliktfreies Beisammensein und für die Ordnung im Haus. Gute Ausstattung mit Spiel- und Sportflächen, pädagogisches Material zum kreativen Pausenspiel. Und nicht zuletzt ein immer hilfsbereiter Hausmeister, den die Kinder anerkennen, weil er sich um sie kümmert und die Schule tiptop in Ordnung hält. Im Sport entdecken die Kinder das Volleyballspiel.

  • Der pädagogische Rahmen sorgt für eine gesicherte Schullaufbahn. In der Arbeitsgruppe Grundschule stimmen unserer Erprobungsstufenlehrer mit ihren Kollegen aus sechs Grundschulen den Unterricht für die Klassen 3 - 6 ab, so dass bei Übergang ins Gymnasium in der gewohnten Weise weitergelernt wird und kein Bruch erfolgt.
  • In einer Diagnose erfassen wir im Laufe der ersten Schulwochen am Gymnasium den Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik und beginnen zur Angleichung des Leistungsstandes sofort mit individuellem Förderunterricht und geben zugleich für interessierte Kinder Anregungen, zum Beispiel in der Leseförderung mit dem Lesetagebuch.
  • Eine pädagogische Abstimmung in allen Fächern zur Verbindung von Unterricht und Hausaufgaben, zum Sinn des Auswendiglernens, zur Strukturierung von Texten und Aufgaben gewährleistet eine regelhaft methodische Arbeit, stärkt die Lernfähigkeit und fördert den Lernerfolg. Hinzu kommt das Angebot einer pädagogisch begleiteten Hausaufgabenbetreuung an zwei Nachmittagen in der Schule. Geschulte Betreuer (Studenten als ehemalige Schüler und ausgewählte Oberstufenschule in Leitung einer Lehrkraft) betreuen jeweils acht bis zehn Kinder und werden von den Fachlehrern kontinuierlich über Anforderungen und Lerninhalte informiert.
  • Klassenlehrerstunden, Wandertage, die Wanderfahrt in der 6. Klasse, Spielnachmittage oder die "Lese-Nacht", ein Anzahl kleines Klassenkollegium sollen den persönlichen Bezug fördern, Vertrauen schaffen und den Lernort Schule - auch ohne Kuschelecke - zu einem zweiten Zuhause werden lassen, an dem man lernen will.

Kein "Gähnen" in der Mittelstufe

Der pädagogisch schwierigste Bereich im gymnasialen Bildungsgang ist die Mittelstufe. Pubertierende Schülerinnen und Schüler reagieren auf die Reize der Umwelt (Spielmöglichkeiten an Handy oder Computer; Versuchung durch Nikotin, Alkohol und Drogen; Imponiergehabe und Gewalt) und suchen ihren Platz in der Jugendgesellschaft. Schule und Unterricht nehmen dann an Bedeutung ab, die Freude am schulischen Lernen tritt zurück. Für viele kann der Unterricht langweilig werden, zum "Gähnen" und dann ist auch beim intelligenten Schüler der Schulerfolg gefährdet.
Wir setzen mit Erfolg dagegen:

  • Ein methodisch gut aufbereiteter, anschaulicher Unterricht, klar strukturiert, der geordnetes Wissen vermittelt, Sachzusammenhänge öffnet und selbstständiges Arbeiten fördert.
  • Förderarbeit und Hausaufgabenbetreuung, individuelle Lernförderung zur Sicherung des Lernerfolgs und für ein gemeinschaftlich gutes Abschneiden bei den zentralen Leistungsüberprüfungen: Lernstandserhebung in der 8. Klasse und zentrale Abschlussprüfung nach der 10. Klasse.
  • Motivierende Projekte und Langzeit-Engagements zur Profilierung der Persönlichkeit des jungen Menschen. Dazu gehören: Entwicklung der Methoden- und Medienkompetenz; Mitarbeit an Wettbewerben von öffentlichen und privaten Veranstaltern; Arbeitsgemeinschaften, die in der Regel jahrgangsübergreifend angeboten werden, in Chor- und Orchesterarbeit, der Schulband, Theaterspiel, der Videoproduktion oder sportlichen Aktivitäten.
  • Gemeinschaftsfördernde und auf das Leben außerhalb der Schule vorbereitende Aktionen und Projekte: Drogen- und Gewaltprävention (Selbstbehauptungskurse / Streitschlichtermodell) im Unterricht und in besonderen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen; die Skifreizeit der Jahrgangsstufe 9, das Betriebspraktikum und der freiwillige Rechtskundeunterricht in der 10. Klasse.

Solides Arbeiten in der Oberstufe

Die solide pädagogische Arbeit in der Sekundarstufe I zahlt sich in der Oberstufe aus. Die Gemeinschaft der Schüler prägt sich über den Klassenverband hinaus weiter. Eine gediegene Grundlagenbildung, verbindliche Arbeitsformen und eine funktionierende Schullaufbahnberatung sichern einen in der Regel erfolgreichen Bildungsweg: Im ersten Zentralabitur erreichten die 69 Abiturienten gemeinschaftlich die Durchschnittsnote von 2,4. Zehn Schülerinnen erreichten Spitzennoten von 1,0 bis 1,9.